Noch zu starke Leistungsschwankungen
Der deutschen Mannschaft fehlt bisher noch die Konstanz um auf höchsten europäischen Niveau mitspielen zu können. Das muss die Bilanz sein, wenn man die 80:84 Niederlage gegen die Litauer gestern Abend gesehen hat, wenn die zweite Halbzeit nicht gewesen wäre.
Spielberichte vom 5.9.2007
Nach dem überragenden Spiel gegen die Türkei sah es so aus, als hätte die deutsche Mannschaft endlich ins Turnier gefunden. Um so enttäuschender war die erste Halbzeit gestern abend gegen die Nationalmannschaft Litauens. Zwar gehören die Litauer mit ihrem tief besetzten Kader zum erweiterten Favoritenkreis, aber kaum einer hätte gedacht, dass sie derart mühelos durch die deutsche Defensive "spazieren" würden.
Wie schon im ersten Spiel war es einzig Nowitzki, der den selbstsicher aufspielenden Litauern etwas entgegenzusetzen hatte. Trotzdem gingen die Litauer mit einer verdienten 49:32 Führung in die Halbzeit.
Die zweite Halbzeit bringt Hoffnung
In der zweiten Halbzeit erwischte Litauen wieder den besseren Start und zwischenzeitlich mit 21 Punkten vorn, bis die Deutschen allmählich ihre Scheu verloren. Aus einer endlich erstarkten Defensive gewannen sie auch offensiv immer mehr Mut und konnten im vierten Viertel bis auf 80:81 verkürzen.
Gerade dem bis dato zweitbesten Deutsche Ademola Okulaja oblag der letzte entscheidende Fehler. Anstatt beim zwei Punkte Rückstand auf einen seiner zwei freien Mitspieler zu passen zog er blindlinks in die Zone und zu allem Überfluss auch ein Offensivfoul.
So verloren die Deutschen ihr erstes Spiel des Turniers, ziehen aber sicher in die Zwischenrunde und können immerhin einen Sieg gegen die ebenfalls qualifizierten Türken mitnehmen. Außerdem zeigte die zweite Halbzeit, das eine gut spielende Deutsche Mannschaft durchaus mit den besten Basketballern Europas mithalten kann - leider bisher nur noch nicht Konstant genug.
Katastrophale Bilanz für Serbien
Die ehemals beste Basketballnation Europas hat sich vorzeitig aus der EM verabschiedet. Eine überraschende 80:83 Niederlage besiegelte das Ende der EM und gleichzeitig die Nichtqualifikation für die Olympischen Spiele 2008.
