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Aller Anfang ist schwer

Dass Europäer in der NBA Starstatus erreichen können, wussten wir bereits vor Zeit von Dirk Nowitzki. Doch spätestens seit der Würzburger auch im Rennen um den besten Spieler, den MVP, immer wieder genannt wird, werden europäische Rookies regelmäßig unter den ersten ihres Jahrgangs gedraftet.

Trotzdem stellen sich dem Beobachter immer wieder die gleichen Fragen:

Warum sehen alle europäischen Top-Rookies auf dem Papier aus wie Nowitzki?

Wenn man die Top-Rookie-Exporte aus Europa der letzten Jahre, Nowitzki (1998 gedraftet an Nr.9), Darko Milicic (2003, Nr.2) und Andrea Bargnani (2006, Nr.2) betrachtet sieht es aus, als hätten sie alle dieselbe Blaupause: Alle sind 2,13 Meter groß, gelten für ihre Größe als außergewöhnlich gewandt und schnell.

Es ist ein typisches Phänomen, dass die Verantwortlichen der NBA-Clubs zuweilen erstaunlich wenig experimentierfreudig sind. Dies war auch schon zu Zeiten von Magic Johnson und Michael Jordan zu beobachten, als plötzlich jeder Club nach großen und kräftigen Point-Guards suchte bzw. Teams aufgebaut wurden, die ohne dominanten Center funktionieren sollten. Das die Lakers und die Bulls damals so erfolgreich waren, lag jedoch nicht an dem Konzept, sondern an dem außergewöhnlichen Talent der MJs, an das derb Aufbau der Mannschaften erfolgreich angepasst wurde.

Das Milicic und Bargnani große Talente sind, steht außer Frage, dass sie jedoch so viel höher eingeschätzt wurden als der Litauer Sarunas Jasikevicius, der vor seinem Wechsel in die NBA 2005 zu den Topspielern in Europa gehörte, liegt sicherlich auch daran, dass Jasikevicius einfach nicht in das Bild der bisher erfolgreichen Europäer passt.

Weshalb erhalten Rookies aus Europa so wenig Spielzeit?

Normalerweise sollen Rookies, die an den ersten drei Stellen gedrafted werden, möglichst schnell Eckpfeiler des Teams werden. Deshalb ist es nicht ungewöhnlich, dass man ihnen schon zu Beginn recht viel Spielzeit. Im Vergleich dazu spielte der an zweiter Stelle gedraftete Milicic in seinen ersten Spielzeiten nur 15 Minuten pro Spiel. Da verwundert es kaum, dass er sich nur schwer ans NBA-Niveau gewöhnen konnte.

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