Nach zuletzt sieben Niederlagen in Serie, gab das Management der 76ers bekannt, sich möglichst bald von ihrem Star Allen Iverson zu trennen. Damit soll die bisher enttäuschende Saison, letzter Platz in der ohnehin schwächsten Division (Atlantic) mit fünf Siegen in 19 Spielen, noch positiv gestaltet werden.
Interessenten sollten sich prinzipiell leicht finden lassen, schließlich ist Iverson der Topscorer der laufenden Saison (31,2 Pkt./Spiel), nicht sehr verletzungsanfällig, und mit 31 Jahren noch für mindestens drei Spielzeiten auf dem Zenit seiner Leistungsfähigkeit. Jedoch gilt Iverson als nicht ganz einfach zu coachen und er bringt vor allem einen Riesenvertrag mit, der ihm ca. 60 Mio. Dollar für die nächsten drei Saisons sichert.
Sollte Philadelphia weiterhin so verzweifelt an einem Wechsel interessiert sein, sind zwei Szenarien am wahrscheinlichsten:
Iverson in Minnesota
Die Vorstellung von Garnett und Iverson zusammen auf dem Court wäre für alle Fans der Timberwolves verlockend. Die Timberwolves leiden auch an einem ähnlichen Problem, wie die 76ers. Sie haben einen überragenden Star, der allein nicht ausreicht um erfolgreich zu spielen. Die Erfolglosigkeit führte schon soweit, dass es in der Sommerpause viele Gerüchte um den eigentlich unverkäuflichen Garnett gab.
Eine Verpflichtung von Iverson wäre ein Zeichen, dass der Club in den nächsten Jahren noch einmal versucht großes zu erreichen. Eine Hopp oder Top Situation, die vielleicht mit einem Titel belohnt werden könnte, aber auf jeden Fall einen großen Umbruch in drei Jahren in Minnesota auslösen würde.
Iverson bei den Boston Celtics
Auch ein mehr als interessantes Szenario. Der verantwortliche Danny Ainge soll auch bereits ein Tradepaket geschnürt haben. Als unverkäuflich gelten in Boston nur Greene und Paul Pierce.
