Die Geschichte des HipHops/ Breakdances
Gewalt und Kriminalität herrschen in der Bronx - man schreibt das Jahr 1960 + X. In den Bruchbuden NewYorks geben sich Gangs und Gangster die Hand und bringen sich gegenseitig um. Tag für Tag. Einen Grund für eine Messerstecherei lässt sich leicht finden. Doch nur Gewalt und Zukunftslosigkeit reicht den nach- und heranwachsenden Jugendlichen bald nicht mehr aus - sie wollen mehr vom Leben. Die anfänglichen Wortgefechte werden ausgefeilter. Sehr ergreifend beschreibt diese Entwicklung der Film 8mile - esr erzählt die Geschichte des realen Musikers/ Rappers Eminem, der sich von ganz Unten nach ganz Oben rappt anstatt zu schießen oder zu schlagen.
Längst geht es nicht mehr darum wer von den Jugendlichen am Stärksten ist, es ist viel wichtiger geworden wer die „fettesten Moves“ und „geilsten Rhymes“ hat. Angefangen hat alles mit einem Jungen Mann namens Kool Herc, der aus Langeweile versucht hat mit den Fingern die Lieblingsstelle seiner Schallplatte zu wiederholen in dem er sie zurückdrehte. Er entwickelte eine Technik mit der ihm das möglich war und schon bald probierte er auch dies mit 2 Schallplatten: das Dj-ing war geboren und alles was daraus entstand ging in die HipHop Kultur mit ein. Tänzer die sich zu dieser Art Musik hörten passten sich dem „abgehakten, agressiven“ Rhythmus der Musik an und schnell entwickelte sich daraus eine eigene ganz neue Tanzrichtung: der Breakdance.
Das ist auch der Teil der HipHop Kultur der sich am meisten durchgesetzt hat. Die heutzutage etwas abgewandelte Form, bei der sich Tänzer alleine oder in Gruppen mit waghalsigen Sprüngen, Stunts und Saltos zur Musik bewegen, gewinnt immer mehr an Beliebtheit und wird bereits in vielen Tanzschulen unterrichtet.
Aber auch das Dj-ing wurde immer populärer. Um endlich anders als mit Kriminalität auf sich aufmerksam zu machen, begannen die Jugendlichen Texte (meist über ihr Leben im Ghetto oder ihre Probleme) zu reimen, in ähnlicher Form wie es heute noch im Radio zu hören ist. Diese neuartigen Dichter nannten sich Rapper oder MC’s (Master of Ceremony) und auch Mädchen äußerten ihre Meinung in dieser Form. Doch diese neue Freiheit auszudrücken was man denkt blieb nicht nur beim singen/rappen. Die Jugendlichen begannen damit ihre Parolen auf alle Flächen zu verbreiten, an denen sie vorbei kamen. Häuser, Autos, Bahnen. Die Verluste der Geschäfte, die damals Farben verkauften müssen wohl significant gestiegen sein, denn bezahlt wurden die Spraydosen und Filzmarker sicherlich nicht. Diese Art der Verschmutzung wird als Kunstform der Botschaft wahrgenommen, damit soll die Verzweiflung ausgedrückt werden.
Das alles sind Teile die den HipHop ausmachen! „HipHop?, das ist doch diese schreckliche Musik“, muss man sich als Jugendlicher oft anhören. Doch „Nein !“ - ursprünglich ist mit HipHop weder die Rapmusik noch der Breakdance gemeint. „HipHop“ umschreibt die ganze sog. Jugendbewegung, und für viele ist sie schon längst zum Lebensstil geworden. Dazu gehört meistens die typische Kleidung (Baggy Pants, weite Basketballshirts, Sneakers, Caps und viel Schmuck), die Musik und eigentlich alle oben genannten Elemente. Sie sind die “Säulen“ auf die sich der HipHop aufbaut und aus denen die HipHop Kultur entstanden ist.
