Capoeira
Capoeira ist eine aus Brasilien stammende Kampfsportart, die nahtlos Tanz, Akrobatik, Musik und Kampfsport miteinander verbindet. Sie ist gleichzeitig Spiel, Sport und Kampf.
Es wird ein Kreis von Menschen gebildet - „Rondo“ (Wagenrad) genannt. Dieser schließt jeweils 2 Kämpfende ein, die von den Menschen angefeuert werden. Die Geschwindigkeit und den Takt geben Musiker im Kreis vor, mit typischen Instrumenten (später mehr). Capoeira wird häufig mit heimlichem Wiederstand assoziiert, mystifiziert und dient heute wie damals zur Entwicklung der Selbstbehauptung vor Anderen und sich selbst. Um Capoeira zu beherrschen ist viel Training, Ausdauer und Geschicklichkeit nötig – dennoch ist diese Sportart für fast jeden geeignet und bietet durch seine Vielfältigkeit einen Ausgleich zur Arbeit und schafft auch insgesamt Ausgeglichenheit. Traditionell sind Capoeira-Kämpfer in weißes Leinen (Hose und T-Shirt) gekleidet, um die Kunstfertigkeit der Träger zu unterstreichen, die mit Ihrer Kleidung kaum den Boden berühren. Beliebt sind aber auch T-Shirts in „brasilianisch-grün oder -gelb“, natürlich aus Sympathie zu Brasilien.
Capoeira ist ein „global Player“, von Zeit zu Zeit wird es in den Fußgängerzonen großer Städte in Europa von Capoeira-Gruppen „aufgeführt“, wie Breakdance, Jonglieren oder Musizieren. Dies um für den jeweiligen Verein zu werben, oder einfach aus Spaß. Vor allem 17-30 Jährige werden dadurch angezogen, da es sehr kommunikativ ist. Es stellt sich oft der beliebter Show-off-Effekt ein, wenn 2 oder 3 Sportler dies auf den Stadtwiesen üben, da es sehr beeindruckend aussieht.
