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Nordic Walking

Nordic Walking wurde als Sommertrainingsmethode für Langläufer und Biathleten erstmals 1997 in Finnland vorgestellt.

Zwar ist der Anblick von, mit  Stöcken bewaffneten, Nordic Walkern immer noch ungewohnt, falls sich jedoch der Trend bestätigt, dürfte sich das in spätestens ein bis zwei Jahren geändert haben.

Nordic Walking, das heißt das mit Carbonstöcken (manchmal auch Aluminium) unterstützte Walking,  erzielt ca. 80 % des Kalorienverbrauchs beim Jogging und fast den doppelten des klassischen Walkings. Gleichzeitig wird der Rücken aktiv gestützt und der gesamte Körper stärker trainiert als beim joggen und walken.

Ausführung

Bei der richtigen Haltung sollten die Schultern entspannt sein, die Arme eng am Körper liegen und fast gestreckt sein. Die Stöcke zeigen dabei schräg nach hinten.

Der Bewegungsablauf ähnelt grundsätzlich dem Ski-Langlauf, das heißt wenn die rechte Ferse aufsetzt, hat der linke Stock Bodenkontakt und umgekehrt. Wichtig ist, dass der Fuß an der Ferse aufgesetzt wird und über den ganzen Fuß abgerollt wird. Grundsätzlich sollten lange Schritte gemacht (erhöht den Trainingseffekt, jedoch auch die Belastung der Gelenke) und mit den Armen weit ausgeholt werden. Die Hände sollten den Stock bei Bodenkontakt fest umschließen, ansonsten jedoch geöffnet werden, wodurch die Durchblutung der Arme gefördert wird.

Ausrüstung

Da die Beine beim Nordic Walking ungewöhnlich weit nach vorne gestreckt werden, was zu einer erhöhten Gelenkbelastung führt (jedoch kleiner als beim joggen), sind spezielle Walking-Schuhe empfehlenswert. Diese Schuhe sind im Fersenbereich verstärkt, was durch die Dämpfung die Gelenke entlastet und die rollende Fußbewegung erleichtert.

Stöcke gehören beim Nordic Walking zur Standartausrüstung. Üblichweise nimmt man Carbonstöcke, die eine größere Dämpfung als Aluminiumstöcke aufweisen. Die richtige Stocklänge liegt beim ca. 0,68 fachen (68 %) der Körpergröße. Liegt man damit zwischen zwei erhältlichen Stockgrößen, sollte man sich für das kleinere Modell entscheiden. Die Handschlaufen sollten so liegen, dass der Stock bei offener Hand dicht an der Hand bleibt, damit der korrekte Bewegungsablauf (öffnen und schließen der Hand) erleichtert wird.

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