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Regeln des Fussballs

Die FAIREN Regeln des Fussballspiels

Verblüffend - bei vielen Sportarten gibt es viele Regeln, die den Spielverlauf festlegen, und vor allem: was die einzelnen Spieler dürfen. Beim Fußball ist es umgekehrt – es gibt eine unglaubliche Menge an Regeln, die festlegen wann ein Spieler etwas falsches tut und wie in dem jeweiligen Fall das Spiel fortgeführt wird, damit die Fairness gewahrt wird. Wenn man sich diese Regeln anschaut, dann versteht man, warum Fußball ein wahrhaft faires Spiel ist. Die einzigen Regeln die den Spielern vorgeben wie „das Runde in das Eckige“ kommen soll sind wenige, betreffen den Anstoß und das Eintreffen des Balls in das Tor, und sind sehr einfach.

Alle anderen Regeln betreffen den Aufbau des Spielplatzes, die Spieldauer, die Schiedsrichtung und das Auswechseln des Teams oder des Balls und die Torwarte. Ansonsten gibt es verschiedene bekannte Taktiken die von den Trainern angeordnet werden.

Ziel des Spiels:
Das Ziel des Spiels ist möglichst oft den Ball in das Tor der Gegnerischen Mannschaft zu bringen. Das nennt man Tore schießen. Gewonnen hat am Ende des Spiels die Mannschaft, die am meisten Bälle in das Tor des Gegners befördert hat.

Wie der Ball gespielt wird:
Der Ball darf (außer mit den Armen und Händen) mit dem ganzen Körper gespielt werden. Ausnahmen bilden der Feldspieler (wenn er einen Seiteneinwurf macht) und der Torwart im Torbereich bzw. das Anfassen des Balls im Strafraum.

Das Spielfeld:
Das Spielfeld ist ein grünes Rechteck (Rasen, Kunstrasen oder Tennenfläche/ Hartplatz). Weiße Linien kennzeichnen außen seine Begrenzungen und innen seine Spielfeldbereiche. Es wird in seiner Breite von einer Mittellinie in 2 Teile geteilt, jedes Feld gehört zu einer Mannschaft. An den Ecken des Spielfeldes können Fähnchen auf Ständern angebracht werden, zum Inneren des Feldes werden dann die Eckseitenlinien mit einer runden, weißen Linie verbunden. Um den Mittelpunkt der Mittellinie befindet sich ein Kreis, der Anstoßkreis, in dem der Ball ins Spiel gebracht wird.

Hinter der Mitte der schmalen Seitenlinien befindet sich jeweils ein Tor außerhalb des Spielfeldes. Die Tore werden vom jeweiligen Torwart bewacht. Vor dem Tor im Spielfeld sind mit Linien 3 weitere, aneinanderliegende Spielfelder innerhalb der Spielfeldhälfte markiert: Das erste fügt sich großzügig rechteckig um das Tor herum, der „Torraum“. Das zweite, auch Strafraum genannt, noch großzügiger rechteckig um das erste. An der zur Mittellinie gerichteten Seite schließt sich ein Teilkreis an, das 3. Feld, der zum Strafraum gehört. Der Mittelpunkt des Teilkreises liegt im 2. Feld und ist durch einen weißen Punkt markiert. Er ist der Anstoßpunkt für Strafstöße.
  
Spiegelverkehrt finden sich diese Felder auf der anderen Spielfeldseite wieder.

Die Mannschaften:
In einem Spiel spielen 2 Mannschaften zu je 11 Spielern (1 Torwart und 10 Feldspieler) und höchstens 3 Ersatzspielern. Die 10 Feldspieler bekommen meist die Positionen: Abwehrspieler, Mittelfeldspieler und Angriffsspieler. Die Ausrüstung besteht aus Trikots, Stutzen, Schienbeinschützern, Fußballhandschuhen und kurzen Hosen. Das Tragen von Schmuck ist während des Spiels nicht erlaubt wg. Verletzungsgefahr. Dies gilt auch für Brillen, solange keine medizinische Notwendigkeit besteht.

Spieldauer:
Nach offizieller Regel dauert ein Fußballspiel 90 Minuten, d.h. 2x45 Spielminuten und dazwischen eine Pause, höchstens für 15 Minuten. Wenn es Unterbrechungen während der Spielzeit gibt kann der Schiedsrichter ausgleichend die Spielzeit um die Zeit der Unterbrechnungen verlängern. Allerdings nicht länger als insgesamt 2x15 Minuten. Vor einiger Zeit gab es noch mehrere Sonderfälle bezüglich der Spieldauer: das "Golden Goal", "Silver Goal" und die "K.O.-Runde". Diese wurden abgeschafft. Heute bleibt noch das Elfmeterschießen bei Unterschieden.

Das Tor:
Ein Ball der in das Tor geschossen wird gilt dann als Tor, wenn der Ball beim Eintritt in das gegnerische Tor vollständig die Torlinie überschreitet. Das Tor wird für diejenige Mannschaft gezählt, deren Mitspieler als letzter den Ball vor Überschreitung er Torlinie berührt hat. (Wenn es ein Spieler der zum Tor gehörigen Mannschaft ist, wird dies als Eigentor gewertet).

Der Spielbeginn und der Anstoß des Balls:
Der Schiedsrichter wirft vor Beginn des Spiels eine Münze. Die Mannschaft, die Gewinnt, wählt sich eins der Beiden Spielfelder aus und darf den Ball in der zweiten Spielhälfte anstoßen. Die andere Mannschaft darf den Ball in der ersten Spielhälfte anstoßen.

Nach der 1. Halbzeit werden die Spielfeldseiten und Tore getauscht.

Der Schiedsrichter gibt mit einem Pfiff das Signal für den Anstoß. Dann wird der Ball auf der Mittellinie des Mittelkreises angestoßen (mit dem Fuß). Alle Spieler müssen sich in ihrer Spielhälfte befinden, die gegnerische Mannschaft darf nicht in den Kreis. Der erste Anspieler darf den Ball erst dann wieder berühren, wenn ein anderer Spieler ihn berührt hat. Deshalb stehen in der Regel 2 Spieler einer Mannschaft in dem Kreis. Wenn der Ball sich bewegt ist danach der Ball „im Spiel“.

Berührt der Anspieler den Ball ein zweites Mal bevor ein Anderer ihn berührt hat, gibt es einen „indirekten Freistoß“ für die gegnerische Mannschaft genau an der Stelle, wo der Anspieler den Ball fehlerhaft berührte.

Es gibt verschiedene Verstöße, die eine Sanktionierung nach sich ziehen:
 
-Foul:
Man unterscheidet zwischen Foul und Foul, manches Verhalten ist zwar nicht richtig, aber nicht so schlimm und wird geduldet, anderes ist nicht richtig und wird gemahnt, was bis zum Ausschluss aus dem aktuellen Spiel gehen kann. Wenn ein Spieler unverhältnismäßig kämpferisch und gewaltsam auf einen anderen Spieler während des Ballspiels einwirkt, bezeichnet man das als „Grobes Foul“, und es gibt einen Feldverweis mit roter Karte.

-Abseits:
Es ist noch kein Verstoß sich im Abseits zu befinden (manchmal „passives Abseits“ genannt).
Ein Spieler ist dann im Abseits, wenn 6 Bedingungen bei der Ballabgabe gleichzeitig eintreffen. Der Angreifer muss in der gegnerischen Hälfte näher an der gegnerischen Torhälfte sein, als am Ball, während nicht mehr als ein gegnerischer Spieler näher an der Torlinie als er selbst ist, ein eigener Mitspieler den Ball spielt und der Ball im Spiel ist.

Das Abseits löst häufig Diskussionen aus, denn es ist sehr schwer zu erkennen welche Spieler sich bei der Ballabgabe bereits im Abseits befunden haben und welche nicht. Je mehr Spieler sich in der Nähe des Abseitsbereichs bewegen, desto schwieriger ist es später einen Regelverstoß genau zu erkennen.

Das Abseits ist ein Regelverstoß wenn (außer bei einem Eckstoß, Anstoß oder Einwurf der eigenen Mannschaft) der angreifende Spieler den Ball berührt oder die Sicht des Gegners Behindert, oder wenn er von einem abprallenden Ball profitiert, manchmal „passives Abseits“ genannt. Stellt der Schiedsrichter einen Abseits-Regelverstoß fest, „Abseits“ genannt, gibt es einen „indirekten Freistoß“, d.h. ein Freistoß an der Stelle an der sich der Abseits-Verstoßende zur Zeit der Ballabgabe befand.

Sanktionen:

-Freistoß
Man unterscheidet hier zwischen dem direkten und dem indirekten Freistoß. Beim "direkten Freistoß" kann der der Spieler einen Schuss aufs Tor versuchen. Beim "indirekten Freistoß" muss der Ball (ähnlich wie beim Anstoß) noch von einem andern Spieler berührt werden, bevor er ins Tor gehen darf.

-Strafstoß

-Karten:
Die Karten beziehen sich immer nur auf Vergehen, die ein einzelner Spieler begangen hat, nie direkt auf eine gesamte Mannschaft oder mehrere Spieler gleichzeitig.
Die „Gelbe Karte“ zeigt der Schiedsrichter einem Spieler, wenn er sich unsportlich verhält, z.B. mit einer Schwalbe, Foult, Beleidigt (mündlich oder körperlich), absichtlich mit der Hand spielt, usw.
Die gelbe Karte wird einem Spieler im Verlauf eines Spiels höchstens zwei Mal gezeigt. Beim ersten Mal ist es eine Verwarnung, beim zweiten Mal weist sie ihn vom Feld. Bei Bewerbungsspielen können gelbe Karten eine dauerhafte Wirkung haben und über mehrere Spiele hinweg gezählt werden. Je nach Liga gibt es unterschiedliche Bestimmungen wie viele gelbe Karten ein Spieler über mehrere Spiele hinweg sammeln darf, bis er für eine bestimmte Anzahl von weiteren Bewerbungsspielen komplett gesperrt wird.
Anstelle der zweiten Gelben Karte wird zur Verdeutlichung die „Gelb-Rote Karte“ gezogen. Dadurch weiss ein Spieler sofort, dass er ab jetzt vom laufenden Spiel ausgeschlossen ist

Die „Rote Karte“ wird bei härteren Vergehen gezeigt und hat wie die "Gelb-Rote Karte" eine sofortige Sperrung des Spielers zur Folge, der außerdem noch vor einem Strafgremium antreten muss, das wie in einer richtigen Verhandlung über ihn entscheidet.

Die Aufgabe der Schiedsrichter:
Primär besteht die Aufgabe des Schiedsrichters darin, für einen geordneten Ablauf des Spiels zu sorgen. Er teilt sich meist Durch eine festgelegte Körpersprache mit, sanktioniert Regelverstöße, gibt die Signale für Beginn und Ende des Spiels. Auch er folgt festgelegten Verhaltensregeln und muss eine spezielle Kleidung tragen. Es gibt bestimmte Positionen die er bei gewissen Standard-Situationen einnimmt, um besser beobachten zu können (z. B. beim Freistoß, etc). Zu der Körpersprache kommen manchmal auch Fähnchen an kleinen Stangen zum Einsatz, die die Körpersprache noch verstärken. Diese werden dann benutzt, wenn dem Schiedsrichter Assistenten zur Seite stehen (bei größeren Spielen). Diese beobachten für den Schiedsrichter an verschiedenen Stellen mit und Teilen ihm ihre Sicht der Dinge mit einer speziellen Körper- und Fähnchensprache mit.



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