Als erster aktiver Radprofi gestand Erik Zabel, in den 90ern EPO eingenommen zu haben. In einer gemeinsamen Pressekonferenz gab auch sein ehemaliger Kollege Rolf Aldag Doping, über einen Zeitraum von zwei Jahren, mit der leistungssteigernden Substanz zu.
Zu einem völlig überraschenden Pressetermin hatten die ehemaligen Teamkollegen des Team Telekom am 24.5.2007 aufgerufen.
Unter Tränen gestand Erik Zabel, neben Jan Ullrich wohl der bekannteste deutsche Radprofi, bei der Tour de France 1996 unter Einfluss des Dopingmittels Epo gestartet zu sein.
Er gab zu, das Blutdopingmittel über einenZeitraum von 20 Tagen getestet zu haben. Nachdem sich Nebenwirkungen zeigten (Erhöhte Körpertemperatur, niedriger Ruhelpuls), soll es wieder abgesetzt worden sein.
Mit den Worten "Es tut mir leid. Ich möchte nicht mehr lügen. Es ist an der Zeit, die Wahrheit zu sagen. Mein Sohn fährt selber Rad, und ich möchte nicht, dass er oder seine Freunde - sollte einer von ihnen ins Renngeschehen einsteigen - eine ähnliche Situation vorfindet wie wir" begründete Zabel sein Geständnis.
Aldag entschied sich 1995
Rolf Aldag gestand die Einnahme von Epo am selben Pressetermin. Er gab zu sich 1995, nach eíner für ihn enttäuschenden Saison, bewusst für die Verwendung von Dopingmitteln zu entscheiden.
Erst zwei Jahre später bekam er ein schlechtes Gewissen und setzte das Mittel ab.
Aldag der mittlerweile Sportdirektor von T-Mobile ist, bot als solcher er bei der Konferenz seinen Rücktritt an. Das Team gab inzwischen bekannt, trotz des Vorfalls, an Rolf Aldag festzuhalten.
