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Jubiläum: 10. Radler- und Skatertag 2008

Das war er: der 10. Radler- und Skatertag an der Elbe. Seit inzwischen 10 Jahren gibt es diesen Tag einmal im Jahr, und immer mehr Bewegungslustige finden ihren Weg an die schöne Elbe. Besonders in der Zeit, in der man vor Klimawandel-Botschaften geradezu überrollt wird, setzt dieser Tag ein deutliches Zeichen.



Und am 01. Juli 2008 war dies ein voller Erfolg: zwischen 10:00 und 18:00 Uhr rollten und liefen bei dem herrlichsten Sommerwetter Hamburger wie Zugereiste den Elbdeich entlang. Die 25 km lange Strecke war komplett für Autos gesperrt. Für den Verkehr sorgten unbeschwerte Radler, Skater und Walker. Vor allem mittags und nachmittags waren viele unterwegs. Die etwas schnelleren fuhren dann einfach Slalom vorbei an den etwas langsameren.




Keine Verletzungen bis auf einen verstauchten Knöchel - ob es an der guten Schutzkleidung "Helme und Schienbeinschützer" lag? Dennoch ist es erstaunlich gemessen an der großen Zahl der Teilnehmer. Tatsächlich wurden die erwarteten 20.000 Teilnehmer erreicht! Den Großteil machten die Radler aus, doch auch viele Skater und Walker waren dabei. Manche Skater beeindruckten mit ihrem Profi-Stil und durch große Geschwindigkeit, andere skateten mitsamt Kinderwagen über die herrliche Strecke.

Außergewöhnliches war zu sehen, wie rückenschonende Liegeräder, Sprungfederschuhe, mit denen man große Schritte machen kann, und ein paar herrschaftliche Chopper, auch Bonanzaräder genannt. Das Alte Land, übrigens das größte Obstanbaugebiet Europas, ließ die Sportler nicht unversorgt: gastronomische Stände an der Borsteler Mühler boten Erfrischung und Stärkung, und am Deich verkauften sogar kleine Kinder selbstgemachte Pfannkuchen. Wer jetzt glaubt, dass das ein reines Familienspektakel war, der liegt falsch - etliche professionelle und semiprofessionelle Sportteams nutzen diesen Tag und haben ihn als festen Termin in ihren Kalender integriert. Um nur einige zu nennen: der ADFC oder die hamburger "Windbrecher".

Die gute Laune und ausgelassene Stimmung spiegelte sich in den Gesichtern wieder - wie zum Beispiel bei Ralf Feldmann (im Bild rechts mit Trikot), 29 Jahre, vom Vattenfall Fahrradteam (Vattenfall stellt das größte Firmen-Radteam der Vattenfall Cyclassics):

Besonders gut gefiel ihm der "sportübergreifende Austausch", der stattgefunden hat. Er unterhielt sich zum Beispiel mit einem sehr schnellen Blader über die richtige Technik beim Bladen, Tipps zum Material, etc. .
Sein Rennrad ist ein ein Obrady mit mit Alurahmen und Carbongabel. Die Schaltgruppe Campagnolo Centaur ist, so sagt er, genau die richtige Schaltgruppe für den ambitionierten Hobbyradler. Er hat es vor etwa 3 Jahren bei dem Radhändler seines Vertrauens, dem "Radhaus in Stade" bei Hans-Peter Möck erworben. Dort lag auch ein Flugblatt über den Radler- und Skatertag aus. Er nimmt nun zum 3. Mal an der Veranstaltung teil. Für die 25 km lange Strecke brauchte er etwa eine 3/4 Stunde (mit Fußgängerverkehr). Rückenwind gab es zwar keinen, doch dafür brachte der selbst produzierte Fahrtwind etwas Abkühlung.

Endpunkt der Strecke war der Lühe-Anleger an der Elbe. Hier luden saftig grüne Deichwiesen mit Blick aufs Wasser zum Ausruhen ein, dazu gab es ein mächtiges Programm:
Bereits um 10:00 Uhr heizten "Happy Feet" mit einem Jazzfrühschoppen ein, die Jorker Blütenköniging Sabrina Schleßelmann, Landrat Michael Roesberg und Jens Drexler von der Volksbsand Stade Cuxhaven eG eröffneten danach den Tag offziell. Und weiterhin sorgte viel Live-Musik von verschiedenen Bands für ein richtig gutes Feeling. An vielen Ständen gab es quasi nebenbei Special-Events mit Luftballons und vielen Extra-Aktionen. Zum Beispiel der Fahrradwettbewerb im "Langsam fahren". Das ist kein Scherz, es ist ein offener Landeswettbewerb. 31 Jugendliche versuchten sich auf der 25m langen Strecke am Lüheanleger, die Michael Dranicki, Jugendleiter vom Radsportbezirk Niedersachsen mit Kreide und Verkehrshütchen abgesteckt hatte. Der Rekord lag bei 106 Sekunden - sehr viel Geschick und Feingefühl sind nötig, um nicht mit dem Fuß auf den Boden zu kommen oder ganz umzufallen. 7 Schafften es trotz der 2 möglichen Versuche nicht. Für die Sieger in den Kategorien "bis 5 Jahre", "6-14 Jahre" und "15-17 Jahre" gab es sogar echte Bronze-, Gold- und Silbermedallien. Die Zeiten werden außerdem von Michael Dranicki weitergegeben und auf Landesebene ausgewertet.

Der Gewinner der Goldmedallie im Langsamfahren Der Gewinner im Langsamfahren erhält die Goldmedallie




















Seine Tochter Sophia, 14, half mit bei der Aktion - sie selbst ist begeisterte Sportlerin (Bereits mit 4 Jahren war sie im Buxtehude Handball-Team!), und hat sich gerae diese Osterferien in Rotenburg an der Wümme als Sport-Assistentin ausbilden lassen. Bald wird sie sich aktiv bei der Trimm-Fahrradgruppe Buxtehude engagieren, die 2mal im Monat im Rahmen des Buxtehuder Sportvereins draussen Fahrrad fahren wird.




Ein voller Erfolg war der Radler- und Skatertag auch für die Sponsoren. Die Volksbank Stade-Cuxhaven eG ist bereits zum 2. Mal Sponsor des Events und wird vielleicht auch im nächsten Jahr dabei sein. Sie sorgt bei verschiedenen Sportlichen Aktivitäten im Alten Land für Unterstützung. Auch Herr Rösler, ehemaliger Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft aktuelles Stade, freut sich über die gelungene Veranstaltung: Dieses Jahr wurde dafür gesorgt, dass  die Stände so ausgereichtet wurden, dass der Blick auf die Elbe frei blieb, und die Bühne optimal platziert war.

Pressesprecher der Volksbank Stade-Cuxhaven eG und Hans-Joachim Roesler
Diese beiden genossen das Event (Bild rechts): Der Pressesprecher der Volksbank Stade-Cuxhaven eG und Hans-Joachim Rösler im blauen Zelt der Volksbank.

Zwischen 17:00 und 18:00 begann sich die Sportlermasse langsam in Richtung nach Hause zu bewegen. Die Schlangen der geparkten Autos in den Straßen vor dem Lühe-Anleger leerten sich allmählich. Ab 18:00 Uhr durften dann auch die zuvor gesperrten 25 km wieder befahren werden, und so mancher Angereiste konnte auf dem Heimweg nocheinmal  den Tag auf dem Deich Revue passieren lassen.

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