Geschichte
Schach stammt ursprünglich aus dem alten Persien. Es kursiert unter Schachspielern die so genannte Weizenkornlegende. Ein persischer Bauer und angeblicher Erfinder namens „Sissa“, soll von seinem Herrscher gefordert haben, dass dieser ihm auf jedes der 64 Schachfelder Weizenkörner legt. Drüber hinaus sollte er auf dem nachfolgenden Feld jeweils die doppelte Anzahl Körner des vorigen Feldes legen. Also erst ein Korn, dann zwei, dann vier und so weiter.
Der Herrscher soll gelacht und eingewilligt haben. Allerdings hätte er Sissa mehr als 18 Trillionen Weizenkörner aushändigen müssen. Dazu hätten sämtliche Weizenernten seit Beginn des Getreideanbaus nicht ausgereicht.
Die Weizenkornlegende drückt dadurch die schier unbegrenzten Möglichkeiten des Schachspiels aus. Schach ist das komplexeste aller Brettspiele. Die Zahl der möglichen Stellungen wird auf 2,28 • 10[hoch]46 geschätzt. Nach zwei Zügen gibt es bereits 72.084 verschiedene Stellungsmöglichkeiten.
Gegen Ende des 15. Jahrhunderts sollen sich die Spielregeln des Schachspieles geändert haben. Seit dieser Zeit dürften die Bauern zwei Felder nach vorne ziehen statt nur ein Feld. Die Läufer durften so weit laufen wie sie wollten, davor waren es maximal zwei Felder. Auch bei der Dame gab es Regeländerungen. Die Dame durfte ab da in allen Richtungen beliebig weit gezogen werden und nicht wie vorher nur ein Feld diagonal.
Wie kam das Schachspielen nach Europa?
Es soll nicht nur einen Weg gegeben haben, wie das Schachspielen zu uns kam, aber gesichert ist, dass es über das Oströmische Reich mit den Mauren über Frankreich nach Russland gelangte. Als es über Frankreich nach Russland eintraf ist es auch bei uns angekommen.
