Grundbegriffe
Rochade
Damit bringen Spieler ihren König in Sicherheit.
Eine Rochade entsteht, wenn man den König als erstes 2 Felder nach rechts zieht und der eigene Turm nach links über den König springt, indem er auch 2 Felder zur Seite zieht, sodass der König neben den Turm steht. Dieses heißt „kurze Rochade“ und wird im Schach abgekürzt mit 0-0.
Es gibt aber auch noch „die lange Rochade“, und wird 0-0-0 abgekürzt 0-0-0. Da zieht der König auch als erster wieder nur zwei Felder nach links, aber der Turm drei Felder nach rechts. Dieses ist nur möglich falls:
• der König und der Turm noch nicht gezogen wurde
• zwischen ihren Figuren darf keine andere Figur stehen
• abgesehen davon müssen sie auch auf der gleichen Reihe stehen
• der König darf auch nicht im Schach stehen: vor der Rochade und nach der Rochade,
• der Turm darf bedroht sein
Aber nicht immer darf der König zwei Felder nach vorne ziehen, nur bei der Rochade. Der Turm darf auch nur bei der Rochade den König überspringen. Lediglich bei dem Zug darf man zwei Figuren ziehen auf einmal ziehen.
Es gibt also 4 verschiedene Rochadezüge, da es für Schwarz und für Weiß jeweils 2 Möglichkeiten gibt, die lange und die kurze Rochade:
• Ke1-c1 und noch im selben Zug Ta1-d1 (lange weiße Rochade)
• Ke1-g1 und noch im selben Zug Th1-f1 (kurze weiße Rochade)
• Ke8-c8 und noch im selben Zug Ta8-d8 (lange schwarze Rochade)
• Ke8-g8 und noch im selben Zug Th8-f8 (kurze schwarze Rochade)
Damentausch
Das findet selten, aber wenn, am Schluss einer Partie statt.
Damentausch, dabei tauscht man die beiden Damen ab. Hierbei müssen sich beide Damen gegen überstehen und eine von beiden muss gedeckt sein, die Dame, welche die Dame schlägt muss nicht gedeckt sein. Aber man kann es auch anders machen, indem jeder Spieler mit einer anderen Figur die gegnerische Dame schlägt. Es heißt Damentausch, weil es die Damen nur einmal in einer Schachpartie gibt. Nebenbei kann man auch noch insgesamt 8 weitere Damen erlangen, indem die Bauern bis nach ganz hinten zum Gegner gezogen werden und sich dort umwandeln. Der Bauer kann sich auf der gegnerischen Grundreihe in eine Dame, Turm, Läufer oder Springer umwandeln.
Grundreihe
Das sind die letzten Reihen des Schachbrettes.
Die Grundreihe ist die 1. und 8. Reihe. Daher gibt es auch das Grundreihen-Matt, das entsteht indem Sie den gegnerischen König auf die letzte Reihe zwingen und den König hier Schachmatt setzen. Der König steht auf der letzten Reihe und wird bedroht, aber hat keinen Fluchtweg mehr. Das ist zumeist der Fall, wenn einer der Spieler eine Rochade ohne Möglichkeit zu entfliehen gemacht hat, darum sollten sie immer ein oder 2 Felder haben wo der König hinziehen kann, falls er von einer Seite bedroht wird.
Remis
Bei Remis bekommen beide Spieler jeweils ½ Punkt.
Remis ist, wenn beide Spieler nur noch einen oder beide Springer haben. Aber auch wenn man nur noch einen Läufer oder gar keine Figuren mehr hat, ist es Remis, weil niemand der beiden Spieler mit den Figuren den König Matt setzten kann. Die zweite Möglichkeit ist, dass einer der beiden Spieler nicht mehr ziehen und schlagen kann und der Spieler dran ist. Die dritte Möglichkeit ist, dass einer der beiden Spieler dem anderen Spieler Remis anbietet und der gegen Spieler es annimmt. Er gibt ihm dann die Hand und sagt „Remis“. Das wird meistens gemacht, wenn es Remis steht, also beide Spieler gleich viele Figuren haben oder im nächsten Spielzug Remis ist. Die vierte Möglichkeit ist, wenn beide Spieler innerhalb von 50 Zügen keine Figur geschlagen haben. Dann ist es auch Remis. Die fünfte Möglichkeit ist, wenn beide Spieler dreimal hintereinander die gleiche Stellung haben, auch hier gibt es ein Remis.
En-passant
En-passant-schlagen ist eine der größten Besonderheiten beim Schach.
Wenn der Bauer auf der 5. oder 4. Reihe steht und ein gegnerischen Bauer an ihn vorbei geht, indem der gegnerische Bauer 2 Felder nach vorne zieht, darf der Bauer den anderen en-passant-schlagen. Er schlägt wie normal. Außer das da, wo der Bauer hingeht keine Figur steht. Einen nach vorne diagonal, aber nach dem Zug wo der Gegner den Bauern gezogen hat. Dürfen Sie ihn schlagen, heißt das en-passant. Das kommt aus dem Französischen und bedeutet auf Deutsch „im-vorbeigehen-schlagen“.
