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Skateboarding

An und für sich ist die Idee ein paar Rollen unter ein Holzbrett zu schrauben keine besonders große Leistung. In Amerika jedoch wurde dieser Akt zum Beginn einer Kultur, die heute wieder lebendiger ist denn je.

Half-Pipe-Parkours
In jedem noch so kleinen Ort gibt es einen kleinen Half-Pipe-Parkour. Genutzt werden diese Anlagen nicht nur von Skateboardern, auch von Inline-Skatern und BMX-Ridern. Dabei gibt es allemöglichen Formen: Half-Pipes, Full-Pipes, und so weiter. Die aus Holz oder Beton gebauten Hindernisse sind für alle gleichermaßen geeignet und völlig kostenlos. Das macht die Parkours zum beliebten Treffpunkt für Jugendliche. Es gibt durchaus 20 bis 30-jährige, seltener auch 30 bis 40-jährige, die man als hartgesottene Skateboarder bezeichnen kann. Die Hauptaus- und vor allem Übenden fangen aber schon in zartem Alter damit an mit ihren Rollbrettern die wohl jedem bekannten sogenannten "Ollie"- Tricks und vieles mehr auszuprobieren.

Keine starren Regeln
Ohne Hinfallen geht es nicht. Da es keine starren Regeln gibt und nur wenige Anleitungen, die in Büchern stehen, wird nachgeahmt, weitergegeben und weiterentwickelt. Dabei benötigt man viel Disziplin, Risikobereitschaft, Ausdauer und vor allem "viel Zeit". Wohl deswegen nimmt die Zahl der Skateboarder in den steigenden Altersgruppen rapide ab. Die meisten Skateboarder beginnen im Alter zwischen 6 und 14 Jahren die ersten Rollversuche auf dem Brett, und fangen ab mitte 20 an wieder damit aufzuhören.
Es gibt sie, die Skateboard-Helden, in jeder Stadt. Sie genießen ein hohes Ansehen in der Szene und man schaut zu ihnen auf. Manche haben sogar Karriere gemacht, wurden auf der ganzen Welt berühmt. Aber nur wenige davon unterzeichen zwischenzeitlich Verträge für Coca Cola-Werbung oder treten auf Red-Bull-Veranstaltungen auf. Diese wenigen verdienen so Ihren Lebensunterhalt, wie Profi-Fußballer.

Was für ein Brett nehme ich heute
Eine gute Ausrüstung nebst Schutzkleidung für das jeweilige Terrain ist nicht unverzichtbar, aber empfehlenswert. Es macht tatsächlich einen Unterschied - je nach dem ob man an einem steilen Hang eines kleinen hügeligen Dorfes wohnt, oder mitten in einer flachen Stadt wie Hamburg. Je nach dem nimmt man mal lieber ein Longbord, mal ein ganz normales Skateboard. Wenn man Slalom fahren möchte am besten ein Board, das für Slalom geeignet ist. Es gibt verblüffend ausgefallene Skateboardformen, die aus einem bestimmten Bedarf heraus oder in Anlehnung an andere Sportarten entwickelt wurden, wie Surfen oder Snowboarding. Das Skateboarden war immer wieder Populär in den Jahren seit seiner "Erfindung", unterlag aber großen Beliebtheitsschwankungen. So ging es auch so mancher Firma, die sich auf den Boardbau oder auf Skate-Style-Produkte konzentriert hatte, und dann auf einmal Pleite ging. Die Produktsparte, die sich über Jahre hinweg am konstantesten hielt ist die der Skateschuhe, die sind immer "in".

Skateboards not dead
Trotzdem: Skateboarding ist nicht totzukriegen und erlebt gerade in den letzten Jahren eine neue Welle der Begeisterung. Es ist erstaunlich - Skateboarden gilt als Cool und ist gleichzeitig fest in das kommunale Leben integriert. Es gibt in den großen Städten riesige Skate-Sport-Anlagen und Hallen, und auf Volksfesten werden als Programmpunkt Skateboardstunts von den lokalen Profis gezeigt.

Wetten, ich kanns besser als Du
Es gibt auch Skateboard-Wettbewerbe, -Europameisterschaften und -Weltmeisterschaften. Manche davon finden sogar in Deutschland in den großen Städten statt.

 

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