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Higgins bezwingt Selby in einem packenden Endspiel

Spielbericht vom Finale - 8.5.2007

Im längsten Finale der Sheffield Snooker WM Geschichte, setzt sich John Higgins gegen einen tapfer kämpfenden Mark Selby mit 18:13 Frames durch und darf zum zweiten Mal die begehrte Trophäe in seinen Händen halten.

Nach dem ersten Tag des Finales sah John Higgins bereits wie der sichere Sieger aus. Sein Kontrahent, der 25-Jährige Qualifikant Mark Selby spielte nervös und konnte nichts von dem zeigen, was ihn ins Finale gebracht hatte - Kampfgeist und ein beängstigend sicheres Lochspiel.

Higgins spielte indes zwar nicht sein stärkstes Snooker dieser WM, aber doch solide genug, dass eine beruhigenden 12:4 Führung am ersten Tag der Partie sicher hatte.

Selby mit sechs gewonnenen Frames in Folge

Selby kam am zweiten Tag jedoch eindrucksvoll zurück: Der Rückstand hatte anscheinend jeglichen Druck von seinen Schultern genommen. Befreit nutzte er fast jede Chance, die sein Konkurrent ihm bot.

Während dessen war nun an Higgins, Nerven zu zeigen. Ähnlich wie in der Viertelfinalbegegnung zwischen Stevens und Murphy (Murphy gewann, nachdem er am ersten Tag noch mit 5:11 hinten lag) schien die Führung den Druck auf John Higgins zu  verstärken und ihn zu vielen kleinen Fehlern zu verleiten.

Higgins machte in dieser Session fast mehr Fehler, als im gesamten Turnierverlauf zuvor und ermöglichte Selby damit auf 10:12 heran zu kommen. Dieser erzielte dabei drei Breaks über 60 Punkten - Unter anderem ein Century mit 109.

Wichtige Pause für John Higgins

Higgins konnte sich glücklich schätzen, dass sich die Frames der Nachmittagssession so lange rauszögerten, dass Zwei in die Abendsession verschoben wurden.

Er gestand nach dem Spiel, dass Selby mit Sicherheit ausgeglichen hätte, wenn die Beiden weiter gespielt  hätten. So konnte Higgins immerhin noch einen Zwei-Frame Vorsprung in die entscheidende Session retten.

Starke Nerven in der entscheidenden Phase

Am Abend geriet das Match zunehmend zu einer reinen Frage der Nerven. Mark Selby konnte den Rückstand nochmals auf 13:14 verkleinern, als Higgins scheinbar zu seinem Spiel zurückfand.

Er erzielte teils hohe Breaks (u.a. 129 im vorletzten Frame) oder  stieg sicher aus. Der 31-Jährige kämpfte sich Satz um Satz näher an sein Ziel: Nachdem er die letzten fünf Frames der Saison 2006/07  für sich entscheiden konnte, wird er nun zum zweiten Mal (nach 1998) auf der Sheffield-Trophäe verewigt werden.

Higgins die neue Nummer Eins

Nach dem Spiel zeigte sich ein völlig erschöpfter Higgins sichtlich erleichtert. Er lobte seinen Finalgegner: Selby hätte so stark gespielt, dass er nach dem 14:13 am liebsten das Handtuch geschmissen hätte, außerdem sieht er ihn bereits als „zukünftigen Weltmeister“.

Auch Selby selbst zeigte sich mit seinen Leistungen zufrieden, zumindest  sorgte seine Teilnahme am Finale dafür, dass er als Nummer Elf der Weltrangliste in die neue Saison startet.

Der neue Weltmeister Higgins hat es nun offiziell geschafft nach über fünf Jahren wieder auf dem ersten Platz zu stehen.

Sehen Sie hier die offizielle Weltrangliste für die kommende Saison

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