Erfahrung setzte sich heute durch
Spielberichte vom 3. Tag - 23.4.07 von Kai Jentson
Am 3. Tag der Snooker WM 2007 setzten sich die Favoriten durch. Sowohl O'Sullivan als auch Murphy konnten sich gegen die "jungen Wilden" Ding und Trump durchsetzen.
Ronnie O'Sullivan scheint es eilig zu haben mit seinem dritten WM-Titel. In einem äußerst unterhaltsamen Treffen zweier Favoriten, setzte er sich souverän gegen Junhui Ding durch.
Das Ergebnis von 10:2 für den Briten, zeigte deutlich, dass es einfach noch zu früh für den Youngster war, um gleich die erste Weltmeisterschaft zu gewinnen. Zu sehr zeigte sich der Chinese von der besonderen Kulisse im Cruicible Theater beeindruckt.
O'Sullivan in WM-Laune
Ding wirkte von Beginn an leicht nervös und O'Sullivan war in einer Spiellaune, in der sich Ding Junhui nicht die kleinsten Fehler hätte erlauben dürfen. Bereits nach der ersten Session ging O'Sullivan mit 8:1 in die Pause. Zwar gewann Ding die erste Partie der zweiten Session, aber sein Gegner nutzte die nächsten zwei Frames um den Sack endgültig zu zumachen.
Nach Beendigung des Matches sahen die Zuschauer einen sichtlich enttäuschten Ding Junhui, der sich auch von aufbauenden Worten seines Kontrahenten nicht mehr aufbauen ließ.
Technisch Hui Taktisch Pfui
Ein weiterer Youngster musste sich heute auch geschlagen geben - Die 17 Jährige Snookersensation Judd Trump verlor das Auftatktmatch gegen einen extrem abgezockten Shaun Murphy.
Mit knappem 4:5 Rückstand ging Trump selbstbewusst in die zweite Session und zeigte in den ersten zwei Frames, warum er als große Hoffnung des Snookers gehandelt wird. Er gewann die ersten zwei Frames mit sicherem, teils brillantem Lochspiel und erkämpfte sich dadurch eine 6:5 Führung.
Murphy stellte daruaf hin sein Spiel um und ließ sich auffällig viel Zeit. Er verließ sich weniger auf seine eigenen Breakbuilding-Qualtitäten, sondern stellte seinem jungen Gegner viele schwierige Aufgaben hin, die Trump mit extrem offensiver Haltung anging.
Bereits im 13.Satz riss dann der Faden in Trumps Spiel. Er beging kleine Fehler und verlor sichtlich an Selbstvertrauen. Zwar versuchte er weiterhin jede gestellte Aufgabe offensiv zu lösen, aber man konnte merken, dass er mit jedem Fehler nervöser wurde.
So wurde letztlich die große Geduld von Murphy belohnt und Trump kam bis zum entscheidenden 10:6 nicht mehr richtig ins Spiel.
Glückliche Berg und Talfahrt für Peter Ebdon
Hin und her ging derweil die Partie zwischen Ebdon und Bond. Ebdon, der zu Beginn klar mit 4:0 führte, verlor dann sofort die nächsten vier Frames.
Schlussendlich setzte sich der Favorit dann doch mit 10:7 durch und kann sich nach wie vor zum erweiterten Kreis der Titel-Favoriten zählen.
