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Auf und ab am 5. Tag

Spielberichte vom 5. Tag - 25.4.2007 von Kai Jentson

Der 5. Tag lebte Führungswechseln in den Partien zwischen Lee und Selby und zwischen Hendry und Gilbert.

Zu Beginn der Partie zwischen Stephen Hendry und David Gilbert ließ der Debütant den siebenmaligen Weltmeister alt aussehen. Mit sicherem Lochspiel erkämpfte David Gilbert sich immerhin eine 5:1 Führung.

Hendry gab sich jedoch nicht geschlagen und konnte mit 5:6 sogar die Führung übernehmen, obwohl er dabei (wie im gesamten Verlauf) alles andere als glänzte.

Gerade in den letzten Sätzen stieg Hendry auf eine Taktik um, die im Verlauf der Meisterschaft gegen WM-Rookies durchzusetzen scheint:

Taktisch kluger Stephen Hendry

In der entscheidenen Session ähnelte der Spielverlauf immer mehr der Partie zwischen Murphy und Trump: Anstatt extrem offensiv zu spielen und mit vielen langen Einsteigern, die Hendry in den 90er erst salonfähig machte, gab er die Initiative immer mehr an den jungen Herausforderer ab.

Dieses Geduldspiel zeigte bald Wirkung bei Gilbert, mit jedem Einsteiger den er Verschoss stieg seine Nervosität sichtlich an. Bis er sich am Ende dem routinierterem Gegner gegenüber geschlagen geben musste.

Stephen Lee verliert völlig den Faden

Steven Lee wird vermutlich einige Zeit brauchen, bis er sich vom Schock dieser WM erholt hat.

Zunächst erarbeitete er sich eine Souveräne 5:0 Führung gegen Mark Selby, nur um dann die nächsten 8 Frames in Folge zu verlieren.

Verantwortlich für die Niederlage war jedoch nicht zuletzt Lees Gegner: Mark Selby spielte offensiv wie defensiv extrem sicher und zieht höchst verdient ins Achtelfinale, in dem mit Peter Ebdon einweiterer Brocken auf ihn wartet.

Robertson erweist sich als der weniger Schlechte

Die Partie zwischen Neil Robertson und Ryan Day wurde insgesamt den hohen Erwartungen nicht gerecht. Beide Spieler zeigten sich weit von ihrer Bestform entfernt (insgesamt gab es ein Century-Break in 15 Farmes), wobei Robertson auch nie richtig gefordert wurde und sich letztlich einen mühelosen 10:5 Sieg abholen durfte.

Sichtlich enttäuscht zeigte sich deshalb auch Day nach dem Spiel. "Es war wirklich ein armseliges Spiel" gestand der 27-Jährige Waliser deshalb auch nach der Partie.

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